Home   I   Kontakt   I   Impressum    
News/Archiv
Aktionskalender
Aktivitäten
6K-Verbund/Teilnehmer
Links
Downloads
Schlagzeilen
Unterstützung
Gästebuch

News

„Es nervt uns tierisch“

Aktion am 24.05.08 auf dem Großflecken in Neumünster

Petrus hatte es wieder gut gemeint mit den Aktivisten der Kampagne „Über(das)Leben im Krankenhaus“. Die Sonne strahlte am Samstag, den 24. Mai 08, vom Himmel, als sich die Kampagneros nach Einzelveranstaltungen in den verschiedenen Städten des Krankenhausverbundes zur ersten gemeinsamen Aktion in Neumünster auf dem Großflecken trafen. Dass die finanzielle Situation der Krankenhäuser mit ihren gedeckelten Budgets „tierisch nervt“, brachten Tierplakate mit Sprüchen wie „Wir lassen uns nicht zum Affen machen“ oder „Uns schwant Übles“ zum Ausdruck. Wie schon bei den vorausgegangenen Veranstaltungen wurden die Passanten über die Lage der Kliniken und die Hintergründe für die finanzielle Misere aufgeklärt. Auch dieses Mal fand das Organisationsteam hochkarätige Verstärkung – Alfred von Dollen, der Geschäftsführer des Friedrich-Ebert-Krankenhauses, und Gerd Achtenberg, der Personalchef des FEK, halfen fleißig mit, Kampagnenbroschüren und weitere Informationszettel an den Mann und die Frau zu bringen. Passend zu dem „tierischen Thema“ wurde das Team der Kampagneros durch einige Stofftiere ergänzt. King Louie, der Orang Utan aus dem Dschungelbuch, wich Matthias Stecher, dem Betriebsratsvorsitzenden des Westküstenklinikums in Heide, kaum von der Seite und zog mit frechen Sprüchen die Aufmerksamkeit auf sich. Nebenbei erschallten immer wieder aus einem Ghettoblaster die frisch aufgenommenen Kampagnen-Songs „Früher schön, heute grau“ und „Sonderzug zur Hauptstadt“. Aber dieser Aktionstag hatte noch mehr zu bieten: Insgesamt drei Spiele waren aufgebaut, bei denen sich vor allem die Kinder für die Rettung des Systems einsetzen und für ihre Mithilfe kleine Preise gewinnen konnten. „Der Deckel muss weg“ - unter diesem Motto durften mit einem Stock, an dessen Ende ein Haken angeschraubt war, die Deckel von Kochtöpfen heruntergeangelt werden. Der jüngste Kampagnen-Unterstützer, der mit leichter Hilfe seiner Mama tätig wurde, war gerade mal 11 Monate alt. Große Begeisterung fand auch der Geschicklichkeitsparcours, bei dem eine Playmobil-Krankenschwester mit Seilzügen durch eine löcherige Holzwand manövriert werden sollte. „Lasst die Krankenpflege nicht abstürzen“ - diesem Aufruf kamen dabei nicht nur die Kinder mit Feuereifer nach! Last not least war die Mithilfe der Passanten gefragt, um die „Löcher im Gesundheitssystem zu flicken“. Hierzu wurden mit dem eigenen Namen versehene Papierstücke auf eine durchlöchertes Plakat geklebt. Im Laufe der Veranstaltung wurde aus der anfangs kahlen Papierwand ein bunter Flickenteppich.

Über 1000 Unterstützer-Unterschriften für die Kampagne der Betriebs- und Personalräte konnten die Aktivisten an diesem Tag sammeln. Diese Unterschriften sollen am 28. Mai mit nach Berlin reisen, wenn vier Vertreter des Orga-Teams der Einladung der SPD-Bundestagsfraktion zur Betriebsrätekonferenz folgen. Dort wird auch ein Vortrag der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erwartet. Wir hoffen, die Gelegenheit zu haben, ihr die Unterschriftenlisten zu überreichen!

Film: King Louie und Matthias Stecher
Film: Der Rekord-Angler Andreas Küper

von links: Nina Fenske, Jörg Klaenhammer, Uwe Brockhausen, Monika Korn, Matthias Stecher, Britta Winko
hintere Reihe (v. links): Ralph Baum, Rolf Lahme, Angelika Bartz, Nina Fenske, im Hintergrund Petra Lahme vordere Reihe (v. links): Yvonne Baum, Uwe Brockhausen, Monika Korn, Jörg Klaenhammer
von links: Rainer Loose, Alfred von Dollen, Monika Korn, Uwe Brockhausen, Jutta Schümann (SPD), Jörg Klaenhammer
Ritha Lututala flickt ein Loch im Gesundheitssystem
 
Wir lassen uns nicht zum Affen machen   Uns schwant Übles
     
 
Wir wollen nicht noch mehr Kröten schlucken - Jetzt werden wir zickig   Wir wollen keine Sparschweine sein
     
 
Petra Lahme mit Max Selchow (4) beim Wegangeln des Budgetdeckels; dahinter Thomas Selchow, Oma Heiderose Einfeldt und Tanja Selchow   Uwe lange bewahrt die Krankenpflege vor dem Absturz
     
 
Britta Winko, Matthias Stecher und "King Louie" im Gespräch mit Ruth und Manfred Schellig   Als jüngster Kampagnen-Unterstützer entfernt Phillippe Werthmann (11 Monate) mit Hilfe seiner Mama Cherina die Budgetdeckel
     
 
Kjell-Sandro Kolterjahn (7) lässt die Krankenschwester nicht abstürzen   Thiemo Korn bringt einen Flicken auf einem Loch im Gesundheitssystem an
     
 
Unser Aktionsstand   Nina Fenske erliegt dem "Pleitegeier" (der sich offenbar aber eher wie ein Vampir benimmt)
     
   
Raja Stephani (3), links im Bild, und Marie-Luka Scheel (3) wollen ihre Namen ebenfalls auf das Flickenplakat kleben; Manuela Stephani hilft und die Oma, Elfriede Stephani, schaut zu