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„Wir gehen baden!“

Aktion am 25.07.08 im Stadtbad in Neumünster



Nach der Gesundheitsministerkonferenz am 02./03.07.08 in Plön hatte es erst so ausgesehen, als habe sich die Politik langsam in Bewegung gesetzt, um die Finanzierung der Krankenhäuser zu verbessern, doch dann wurde von „ganz oben“ die Handbremse gezogen: Angela Merkel legte alle Pläne und Entwürfe vorerst auf Eis! Diese Entwicklung bestärkte uns, mit unserer Kampagne „Über(das)Leben im Krankenhaus“ wie geplant weiterzumachen und mit einer neuen Aktion die finanzielle Misere in den Krankenhäusern in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Friedrich-Ebert-Krankenhauses Neumünster trafen sich – unterstützt von einigen Vertretern aus den anderen Kliniken im 5K-Krankenhausverbund – im Neumünsteraner Stadtbad, alle in Dienstkleidung oder in weißen bzw. roten Kampagnen-T-Shirts. Das stärkste Aufgebot lieferte dabei die Krankenpflegeschule, die mit einem kompletten Kurs inclusive der Lehrkräfte angerückt war.

„Wir gehen baden“ war im Hinblick auf die drohenden roten Zahlen im Haushalt der Krankenhäuser das Motto der Aktion, unter dem sich alle Mitstreiter gleichzeitig ins Wasser stürzten. Symbolisch wurde die Angst, „das Gesundheitssystem rutscht in die Tiefe“ zum Ausdruck gebracht, indem sich das gesamte Teilnehmerfeld auf der Rutsche versammelte. „Wir stürzen ab“ wurde dann in einer optisch eindrucksvollen Kettenreaktion demonstriert, in der alle nacheinander seitlich ins Wasser kippten.

Herrliches Hochsommerwetter und die hervorragende Stimmung unter den Teilnehmern sorgten dafür, dass auch diese Aktion unserer Kampagne ein voller Erfolg war!

Verständnis für unsere missliche Lage haben wir bei der Bevölkerung ganz sicher, das beweist uns immer wieder das positive Echo auf unsere Aktivitäten. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses Verständnis auch in der Gesundheitspolitik erzielen lässt, damit die Krankenhäuser nicht wie wir in unserer Kampagnen-Aktion „baden gehen“!