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BALK Schleswig-Holstein unterstützt Krankenhaus-Betriebsräte
Resolution gegen Unterfinanzierung und Abbau von Pflegestellen
Neumünster - Mit der Bundesarbeitsgemeinschaft leitender Pflegepersonen Schleswig-Holstein e.V. (BALK) hat die Initiative "Über(das)Leben im Krankenhaus" einen wichtigen Verbündeten gefunden. In einer Resolution schloss sich die BALK der Aktion der Betriebs- und Personalräte des 4K-Verbundes an. "In den vergangenen Jahren sind allein im Pflegebereich 50.000 Stellen abgebaut worden", prangerte der 1. Vorsitzende der Landesgruppe, Christian de la Chaux, die Probleme an und verwies zudem auf die ungleiche Honorierung von Leistungen im Bundesgebiet. Außerdem sehe er keine Möglichkeit der Krankenhäuser, als Unternehmen zu agieren, da deren Budgets gedeckelt seien.
Christian de la Chaux nahm in Neumünster die Patenschaftsurkunde der Initiative entgegen. "Wir freuen uns, dass sich die BALK Schleswig-Holstein uns angeschlossen hat. Damit konnten wir einen weiteren einflussreichen Partner für die Aktionen gewinnen", sagte Jörg Klaenhammer, Betriebsratsvorsitzender des Friedrich-Ebert-Krankenhauses bei der Übergabe.
Unter der Überschrift "Substanzlos und wenig Sachverstand - der Irrweg der Politik im Krankenhauswesen" verlangt die BALK Schleswig-Holstein eine Refinanzierung der allgemeinen Kostensteigerungen. Viele der in kommunaler Trägerschaft befindlichen Krankenhäuser befänden sich vor dem Exitus, heißt es in der Resolution. Jede neue Finanzierungslücke werde vornehmlich durch Personalabbau kompensiert: "Die Personalschraube ist aber in den Krankenhäusern festgedreht - ja, sie droht gar abzubrechen." Bei einem weiteren Personalabbau sei die Versorgung der Patienten dramatisch gefährdet. Nach Ansicht der BALK Schleswig-Holstein dürften die Krankenhäuser nicht die Opfer der Beitragsstabilität sein. Daher sei es Zweit für eine intelligente Krankenhausfinanzierung.
Dem 4K-Klinikverbund in Schleswig-Holstein gehören die Westküstenkliniken Heide und Brunsbüttel, das Klinikum Itzehoe, Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster und die Rheumaklinik Bad Bramstedt an. Eines der Hauptziele des Verbundes ist die Verbesserung der standortnahen medizinischen Versorgung der Patienten. Dazu wurde ein modernes und leistungsfähiges Netzwerk geschaffen, um das Leistungsangebot auszubauen und die Ausbildung der Mitarbeiter zu verbessern.
"Über(das)Leben im Krankenhaus" ist eine Kampagne, die von den Personal- und Betriebsräten der 4K-Krankenhäuser des getragen und organisiert wird. Über ein Jahr hinweg soll in provokanten Aktionen die Öffentlichkeit in Schleswig-Holstein aufgerüttelt und Druck auf die Politiker ausgeübt werden. Weitere Informationen im Internet unter www.krankenhaus-in-not.de.

Nach der Übergabe der Patenschaftsurkunde (v. l.): Jörg Klaenhammer,
Betriebsratsvorsitzender des FEK Neumünster, Christian de la Chaux,
Vorsitzender der BALK SH, Matthias Stecher, Betriebsratsvorsitzender des
Westküstenklinikums Heide.
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