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Zwei Schleswig-Holsteiner bei der SPD-Betriebsrätekonferenz zu Gast in Berlin
Pressemitteilung von Bettina Hagedorn, Mitglied des Deutschen Bundestages, 2.12.2010
Berlin - Bereits zum 13. Mal seit 2004 hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina
Hagedorn zum 1. Dezember Gäste aus ihrem Wahlkreis zur der Betriebs-
und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen
Bundestag nach Berlin geholt. Dieses Mal kam außer Siegmund
Neumann vom Betriebsrat Scandlines/Fehmarn auch Joachim Luplow
vom Westküstenklinikum in Heide, da Dithmarschen von Bettina Hagedorn
mit betreut wird. Auch Thomas Schwede von dem Globus Gummi Werke
in Ahrensbök und Hans-Joachim Dethlefs von der Thalesgroup in Kiel hatten
sich auf eine spannende Konferenz in Berlin gefreut, mussten jedoch
wegen des Schneechaos in Ostholstein leider kurzfristig absagen.
Die etwa 400 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet kamen für einen
Tag nach Berlin, um gemeinsam mit hochrangigen SPD-Vertretern
wie dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und seinem Stellvertreter
Hubertus Heil unter dem Motto "Für Vollbeschäftigung kämpfen –
Für sichere und gesunde Arbeit“ zu diskutieren.
Joachim Luplow, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Westküstenkliniken traf in Berlin mit Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Bettina Hagedorn, und Ex-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk zusammen.
Hagedorn: „Der deutsche Aufschwung 2010 ist ein Beleg dafür, dass
Sozialpartner und Bundespolitik mit dem Kurzarbeitergeld und den
Konjunkturprogrammen unter Federführung der SPD-Arbeits- und
Finanzminister Olaf Scholz und Peer Steinbrück in der Großen Koalition
2008 und 2009 die Weichen in der Krise richtig gestellt und damit
den jetzigen Erfolg am Arbeitsmarkt ermöglicht haben. Mitte 2009
hatten die offiziellen Sachverständigen der Bundesregierung noch
einen Anstieg auf im Schnitt 4,6 Mio. Arbeitslose für 2010 in Folge
der Finanz- und Wirtschaftskrise prognostiziert – de facto sind es
glücklicherweise fast 1,5 Mio. weniger geworden – Tendenz 2011 weiter
unter 3 Mio. sinkend. Dieser Erfolg ist ganz sicher nicht WEGEN
sondern TROTZ der aktuellen Regierung zustande gekommen – vor
allem aber ist dies das Ergebnis einer starken Sozialpartnerschaft in
vielen Unternehmen und der Erfolg engagierter Betriebs- und Personalräte,
die sich mit ihrem Know-How als verantwortungsvolle Krisenmanager
vor Ort bewährt haben. Statt Massenentlassungen wurde
die Kurzarbeit erfolgreich genutzt, um bewährte Fachkräfte auch
bei Auftragseinbrüchen ‚an Bord‘ zu behalten. Jetzt gilt es, den Aufschwung
zu nutzen: die Arbeitsbedingungen müssen besser werden
und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen einen gerechten
Anteil am Aufschwung haben.“
Bettina Hagedorn freut sich, dass die zwei Gäste aus dem Norden einen
spannenden Tag erlebten, der dem Austausch und der Vernetzung mit
vielen Kolleginnen und Kollegen ebenso wie mit der Politik diente.
Hagedorn: „Diese Kontakte sind wertvoll, um ein gemeinsames
‚Sprachrohr‘ zu bilden. Betriebs- und Personalräte hatten nicht nur in
der jetzigen Krise in ihrem Engagement zum Wohle von Arbeitnehmern
und Betriebsstandorten oft genug einen schweren Stand. Viele
Kolleginnen und Kollegen schrecken aus Sorge um die Sicherheit
des eigenen Arbeitsplatzes leider davor zurück, sich aktiv für faire
Arbeitsbedingungen im Betrieb einzusetzen. Dabei brauchen wir gerade
jetzt in der Aufschwungphase starke Interessenvertretungen für
die Belegschaft, damit die wirtschaftliche Erholung nicht an der arbeitenden
Bevölkerung vorbeigeht."
Nach der Rede „Gerechte Teilhabe durch Arbeit“ von Frank-Walter Steinmeier
nutzten die Betriebsräte in vielen Wortbeiträgen die Gelegenheit zur
lebhaften Debatte mit dem SPD-Fraktionschef. Auch der Beitrag seines
Stellvertreters Hubertus Heil über „Gute und sichere Arbeit - Herausforderung
für die betriebliche Interessenvertretung“ mündete in einen munteren
Frage-Antwort-Teil. Mit Dr. Karl Lauterbach diskutierten die Teilnehmer
über die aktuellen katastrophalen Weichenstellungen in der Gesundheitspolitik
und die Perspektiven für Schwerbehinderte im Berufsleben.
Joachim Luplow vom Westküstenklinikum resümiert seinen Erfahrungsaustausch
des heutigen Tages: „Gerade Beschäftigte im Krankenhaus
leiden angesichts der hohen Arbeitsdichte und des hohen Drucks,
der durch die ungerechten Rahmenbedingungen für die Krankenhausfinanzierung
entsteht. Wir brauchen gute und gerechte Arbeitsbedingungen
– dafür ist die SPD-Betriebsrätekonferenz genau das
richtige Forum.“
Siegmund Neumann von Scandlines sieht seine wichtigste Aufgabe für die
Zukunft darin, „den Kolleginnen und Kollegen – v.a. im Hinblick auf
die geplante Fehmarnbelt-Querung – Sicherheit für ihren Arbeitsplatz
zu geben. Unser Einsatz gilt auch dem beruflichen Nachwuchs, denn
leider beobachten wir zunehmend nicht nur in Ostholstein, dass immer
mehr Arbeitsplätze in den Niedriglohnbereich fallen. Das schafft
keine Perspektive für junge Menschen!“
Betriebsräte, die Interesse haben, an der kommenden Betriebsrätekonferenz
in Berlin teilzunehmen, können sich schon jetzt hierfür im Eutiner
Wahlkreisbüro unter der Nummer 04521 – 7 16 11 oder per Email bettina.
hagedorn@wk.bundestag.de vormerken lassen.
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