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FEK-Betriebsräte verteilen "kleine Brötchen"

Kulinarische Aktion gegen die gedeckelten Budgets der Krankenhäuser

Neumünster - Der Betriebsrat des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) lässt nicht locker: Mit einer neuen Protestaktion haben die engagierten Klinikmitarbeiter auf die Finanzmisere der schleswig-holsteinischen Krankenhäuser aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Wir backen immer kleinere Brötchen" verteilten sie in der Neumünsteraner Innenstadt knapp 1000 Mini-Brötchen, die von Bäckereien der Stadt zur Verfügung gestellt worden waren.

Jeder Passant erhielt außerdem ein kleines Heft, in dem das Märchen "Deckel heb' dich oder Einsicht ist der erste Weg zur Besserung" von der FEK-Ärztin Dr. Monika Korn abgedruckt war. Erzählt wird darin die Geschichte von drei Brüdern und ihrem Kampf gegen die "Schwarzen" Magier", die nicht zulassen wollen, dass die Krankenhäuser mehr Geld bekommen. Ein Happy-End wie im Märchen erhoffen sich die Betriebsratsmitglieder nun auch für das reale Krankenhaus-Leben.

"Wir wollen mit unserer Brötchen-Aktion deutlich machen, dass das Krankenhauspersonal - egal ob Ärzte, Pflege oder andere Mitarbeiter - gerade noch in der Lage ist, die wesentlichen Aufgaben abzudecken, mehr aber eben auch nicht. Und diesen Zustand wollen wir nicht mehr hinnehmen", erläutert Betriebsratsvorsitzender Jörg Klaenhammer. Die Politik sei nun gefordert, die Deckelung der Budgets aufzuheben und die ungerechte Verteilung der Basisfallwerte zu verändern.

Gemeinsam mit ihren Kollegen in Itzehoe, Heide, Brunsbüttel und Bad Bramstedt weisen die Betriebsratsmitglieder des FEK in mehreren Aktionen auf die desolate finanzielle Lage der Krankenhäuser hin. Nach einem Beschluss der Bundesregierung dürfen die Kliniken für 2008 nur 0,68 Prozent mehr für ihre Leistungen verlangen. Das wiegt die normalen Preis- und Lohnsteigerungen bei weitem nicht auf, sodass mit einem realen Minus gerechnet werden darf. Darüber hinaus werden die schleswig-holsteinischen Krankenhäuser aufgrund der niedrigsten Basisfallwerte ohnehin im bundesweiten Ländervergleich am schlechtesten bezahlt.